Zur Jahrtausendwende gründete Gerald Unger ARTS, um als Projektleiter für Strukturmechanik in der Luftfahrt flexibel arbeiten zu können. Kurz nach der Firmengründung erhielt er seinen ersten Auftrag. Für den zweiten jemals durchgeführten Frachterumbau eines Airbus A310 MRT war er für den Einbau des Frachttors verantwortlich und reiste mit den ersten beiden ARTS-Mitarbeitern nach Hamburg.

On Point

We expanded our service portfolio, gained more and more customers within the industry and are now a major player in the aviation segment.

Gerald Unger
Founder of ARTS

Die Lufthansa Technik in Hamburg stand vor der Herausforderung, den zivilen Airbus A310 in einen Multi Role Transporter (MRT) umzubauen. Damals wurde dieser Flugzeugtyp erstmals zu einem Mehrzweckflugzeug mit der Möglichkeit zum Betrieb eines fliegenden Lazaretts umgebaut.
Der erste Prototyp für diesen Passenger-to-Freighter-Einsatz (P2F) wurde von der Elbe Flugzeugwerke GmbH in Dresden übernommen.

Für ein Frachtflugzeug ist eine strukturelle Verstärkung unerlässlich, damit die Last des Frachttors gehoben werden kann. Der Einbau des Frachttors ist nicht zu unterschätzen, zumal der Frachterumbau einer gebrauchten Maschine noch nicht häufig durchgeführt wurde. Außerdem ist ein Frachterumbau in der Regel einzigartig, da es bei zivilen Flugzeugen immer wieder einzelne Baustufen oder ältere Konstruktionsänderungen gibt, die ein Konstrukteur in der Konzeptionsphase meist nicht kennt. Da ARTS-Gründer Gerald Unger bereits während seiner Tätigkeit bei EFW Erfahrungen mit dem ersten P2F A310 MRT sammelte und dort individuelle Lösungskonzepte für den Erstumbau entwickelte, war er für diese Herausforderung mehr als qualifiziert.

Lufthansa Technik in Hamburg was faced with the challenge of converting the civil Airbus A310 into a Multi Role Transporter (MRT).

Fertigungsplanung

Zwar gab es bereits einen Frachterumbau für diesen Flugzeugtyp, aber es gab keine vordefinierte Vorgehensweise und noch zu wenig Erfahrungswerte, sodass man auch bei diesem P2F-Auftrag von einem Prototyp sprechen konnte. Da Gerald Unger und 2 ARTS-Kollegen ihre Projekterfahrung aus der ersten Umrüstung einbringen konnten, unterstützte ARTS die Arbeits- und Projektplanung im Vorfeld und strukturierte alle notwendigen Aktivitäten so, dass alle Modifikationen innerhalb der geplanten sechsmonatigen Liegezeit sicher abgeschlossen werden konnten.

Bereits in der frühen Planungsphase zeichnete sich ab, dass zusätzliche Strukturmechaniker benötigt wurden, um den Umbau im Abschnitt 13/14 rechtzeitig abschließen zu können. ARTS wusste genau, wer die richtigen Kandidaten für das Team sein würden und konnte sie als Mitarbeiter für dieses Projekt gewinnen.

FAKTEN UND ZAHLEN

Senkung der MRO-Kosten
überholte A380-Flugzeugsitze
Länder weltweit haben einen eigenen ARTS-Berater für die Flugzeugwartung

Als Gerald Unger damals das Unternehmen gründete, war es sein Ziel, selbstständig und flexibel Projekte planen zu können und gleichzeitig sein Studium abzuschließen. Die Kundenanforderungen zeigten jedoch das Potenzial, das hinter dem Projektgeschäft steckt, so dass die Entwicklung des Unternehmens in den Vordergrund rückte. Dieser Auftrag war für ARTS der Startschuss für eine spannende Reise, die bis heute anhält. Es folgten viele weitere Projekte in der Luftfahrtindustrie. Nach dem Projekt P2F A310 MRT zogen das Team und Gerald weiter zu Airbus nach Hamburg, Manching und schließlich nach Toulouse. Es kamen immer mehr Kollegen hinzu. Gemeinsam im Team unterstützten sie unsere Kunden in spannenden Projekten bei Neuentwicklungen und Prototypen.

Dieses erste Projekt war der Startschuss für eine aufregende Reise für ARTS, die noch immer andauert. Es folgten viele weitere Projekte in der Luftfahrtindustrie. Nach dem P2F A310 MRT-Projekt zog das kleine ARTS-Team weiter zu Airbus nach Hamburg, gefolgt von Manching bei München und schließlich nach Toulouse, Frankreich. Immer mehr Kollegen schlossen sich ARTS an. Gemeinsam als Team unterstützte ARTS seine Kunden in spannenden Entwicklungs- und Prototypenprojekten.

Vom Airbus A340-500, -600, A330NEO, A320NEO über die Herausforderungen der A380-Produktion bis hin zur Unterstützung bei der Prototypenerstellung des A350; ARTS war in einer Vielzahl von Projekten und im Laufe der Zeit für zahlreiche Kunden aus der Luft- und Raumfahrt tätig.